Recht & Compliance
Energieausweis-Pflichtangaben in der Immobilien-Werbung
§87 GEG schreibt bei objektbezogener Werbung mit Energieausweis-Bezug fünf Pflichtangaben vor. Verstöße können mit Bußgeld bis 15.000 € geahndet werden, zusätzlich drohen Abmahnungen etwa durch die Deutsche Umwelthilfe. Betroffen ist ausschließlich klassische Objektwerbung — nicht Marken-, Personen- oder Recruiting-Content. Bei Video-Content ist das Risiko höher als bei Print, weil die Pflichtangabe in jedem Cutdown und jeder Caption-Version erneut mitgeführt werden muss.
Was §87 GEG vorschreibt
§87 GEG schreibt bei objektbezogener Werbung mit Energieausweis-Bezug fünf Pflichtangaben vor. Das betrifft klassische Immobilienanzeigen für ein konkretes Objekt, bei denen auf den Energieausweis Bezug genommen wird — also den Regelfall der klassischen Objektwerbung, wie sie Makler und Hausverwaltungen täglich schalten.
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Pflichtangaben bei objektbezogener Werbung mit Energieausweis-Bezug
§87 GEGbis 15.000 €
Bußgeld bei Verstößen gegen die Pflichtangaben
Für wen die Pflicht gilt — und für wen nicht
Die Pflichtangaben aus §87 GEG gelten ausschließlich für objektbezogene Werbung mit Energieausweis-Bezug. Marken-, Personen- und Recruiting-Content — also etwa ein Vodcast-Format zum Aufbau einer Makler-Personenmarke oder ein Recruiting-Video für eine Hausverwaltung — fällt ausdrücklich nicht darunter. Für viele der Formate, mit denen Makler und Hausverwaltungen heute Sichtbarkeit aufbauen, ist §87 GEG damit kein Hindernis. Relevant wird er, sobald ein Video oder ein Cutdown ein konkretes Objekt mit Energieausweis-Bezug bewirbt.
| Content-Typ | §87-GEG-Pflichtangaben |
|---|---|
| Objektbezogene Werbung mit Energieausweis-Bezug | Betroffen — fünf Pflichtangaben vorgeschrieben |
| Marken- & Personenmarke (z. B. Vodcast) | Nicht betroffen |
| Recruiting-Content (z. B. für Hausverwaltungen) | Nicht betroffen |
Keine Rechtsberatung: Dieser Artikel ordnet die Regelung aus Produktionssicht ein und ersetzt keine Rechtsberatung. Die genaue Formulierung der fünf Pflichtangaben hängt vom jeweiligen Energieausweis und Objekt ab und sollte für jedes Projekt individuell mit dem ausstellenden Energieberater bzw. der Rechtsabteilung abgestimmt werden.
Folgen bei Verstößen
Verstöße gegen die Pflichtangaben können mit einem Bußgeld bis 15.000 € geahndet werden. Zusätzlich drohen Abmahnungen, etwa durch die Deutsche Umwelthilfe — ein Risiko, das über die reine Bußgeldhöhe hinausgeht, weil Abmahnungen zusätzlichen rechtlichen und zeitlichen Aufwand verursachen, unabhängig vom Ausgang des eigentlichen Bußgeldverfahrens.
Warum Video-Content das Risiko erhöht
Bei einer Print-Anzeige ist die Pflichtangabe Teil eines einzigen, finalen Layouts — einmal geprüft, einmal freigegeben, fertig. Bei Video-Content sieht der Produktionsprozess anders aus: Aus demselben Rohmaterial entstehen häufig mehrere Formate, Cutdowns und Caption-Versionen für unterschiedliche Plattformen. Die Pflichtangabe muss in jeder dieser Versionen als Untertitel- oder Text-Overlay erneut mitgeführt werden, nicht nur einmal im Hauptschnitt. Wo der Schnitt primär auf Hook und Tempo optimiert, geht ein Pflicht-Text-Overlay in einer der Versionen leicht verloren — ein Risiko, das bei einer statischen Print-Anzeige in dieser Form nicht existiert.
Menschliche Prüfung als Absicherung
Genau deshalb ist eine menschliche Prüfung vor Veröffentlichung Teil unserer Produktionspraxis — dasselbe Prinzip, das wir auch bei anderen regulierten Branchen anwenden, etwa bei Finanzdienstleistungen, wo ein verlorener Risikohinweis aus einer Markteinschätzung eine unzulässige Aussage machen kann. Kein automatisiert erzeugter Schnitt geht bei uns live, ohne dass geprüft wurde, dass jede Version die für das jeweilige Projekt vereinbarten Pflichtangaben enthält. Bei klassischer Objektwerbung klären wir die konkreten Pflichtangaben vorab mit dem Kunden ab. Mehr zu unserem Ansatz für die Branche auf der Seite Video-Marketing für Immobilien.
Quellenverweis
Die Einordnung zu §87 GEG (fünf Pflichtangaben, Bußgeld bis 15.000 €, Abmahnrisiko z. B. durch die Deutsche Umwelthilfe, Ausnahme für Marken-, Personen- und Recruiting-Content) ist auf unserer Seite Video-Marketing für Immobilien als Regulatorik-Hinweis ausgewiesen. Dieser Artikel fasst sie für den Video-Produktionskontext zusammen, ersetzt aber keine Rechtsberatung.
FAQ
Häufige Fragen zu §87 GEG in der Immobilien-Werbung
Für welche Art von Immobilien-Werbung gelten die §87-GEG-Pflichtangaben?
Ausschließlich für objektbezogene Werbung mit Energieausweis-Bezug — also klassische Werbung für ein konkretes Objekt, bei der auf den Energieausweis Bezug genommen wird. Marken-, Personen- und Recruiting-Content von Maklern und Hausverwaltungen fällt nicht darunter.
Was passiert bei einem Verstoß gegen §87 GEG?
Verstöße können mit einem Bußgeld bis 15.000 € geahndet werden. Zusätzlich drohen Abmahnungen, etwa durch die Deutsche Umwelthilfe, die den Markt aktiv auf fehlende Pflichtangaben in Immobilienanzeigen kontrolliert.
Wie viele Angaben schreibt §87 GEG konkret vor?
Fünf Pflichtangaben, sobald objektbezogene Werbung auf den Energieausweis Bezug nimmt. Die exakte, tagesaktuelle Formulierung dieser fünf Angaben hängt vom jeweiligen Objekt und Energieausweis ab — wir empfehlen, sie für jedes Projekt individuell mit dem ausstellenden Energieberater bzw. der Rechtsabteilung zu bestätigen, statt sich auf eine pauschale Liste zu verlassen.
Warum ist das bei Video-Content schwieriger einzuhalten als bei einer Print-Anzeige?
Eine Print-Anzeige ist ein einzelnes, finales Layout. Ein Video-Projekt erzeugt dagegen oft mehrere Cutdowns, Formate und Caption-Versionen aus demselben Rohmaterial — die Pflichtangabe muss in jeder dieser Versionen erneut mitgeführt werden, nicht nur einmal im Hauptschnitt. Beim Fokus auf Hook und Schnitttempo geht ein Text-Overlay in einer der Versionen leicht unter.
Wie stellt easy productions sicher, dass Pflichtangaben nicht verloren gehen?
Über eine menschliche Prüfung vor Veröffentlichung — dasselbe Prinzip, das wir bei anderen regulierten Branchen wie der Finanzberatung anwenden. Kein Schnitt geht automatisiert live, ohne dass ein Mensch gegenprüft, dass die für das jeweilige Projekt vereinbarten Pflichtangaben in jeder Version enthalten sind.
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